New Portfolio







Eine Flut von Bildern schwappt über uns hinweg - und mit ihr auch die Klagen: Wem gehören die Bilder heute, wie manipuliert sind sie, wie sehr bilden sie nur Oberfläche ab? Facebook und Instagram sind voller Banalitäten und produzieren kontinuierlich neuen visuellen Smog.


Was bedeutet der ganze Bildermüll für die Kunst der Fotografie? Warum produzieren wir täglich Milliarden von Bildern? Und vor allem: Was bedeutet das für deren Zukunft? Und wie hat die digitale Bildverarbeitungunsere Gesellschaft beeinflusst?
Genau diesen Fragen aktueller Bildproduktion stellt sich die 1999 initiierte Triennale der Photographie in Hamburg; in ihrer sechsten Ausgabe mit einigen wichtigen Veränderungen, schreibt Spiegel online Über die Triennale.

Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas

Am Samstag, den 20.Juni 2015 gibt es in der Freien Akademie der Künste am Klosterwall 23 einen internationalen Portfolio Review, ein hoffentlich spannendes Event, bei dem sogar ein Preis für das beste Portfolio vergeben wird. Björn Göttlicher wird mit seinem neuen Portfolio dort sein und interessante Gespräche führen. Die Freude auf das Event ist groß, versprechen die Fragestellungen der Triennale doch einiges.

Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas
Portfolio Goettlicher, designed by Sergi Gordonas

Hier ein Auszug aus Göttlichers Portfolio-Text:


Die geistige Ebene der Fotografie


Das jedem Fotografen eigene Weltverständnis, sprich die Art, wie er seine Umgebung wahrnimmt, hat entscheidenden Einfluss darauf, wie ein Fotograf letztlich eine Fotografie macht. Wichtige Fragestellungen, die sich daraus ergeben, wie wir eine Szenerie beobachten, die Zusammenhänge in unserer Umgebung verstehen, unsere eigene Vorstellungskraft auf sie anwenden und was wir letztlich damit zum Ausdruck bringen wollen, bündeln sich (bewusst oder unbewusst) im Moment der Aufnahme. Die Hilfsmittel, die dir als Fotografen zur Verfügung stehen, sind die Wahl des Blickwinkels auf dein Motiv (der Standpunkt), die Art, wie du das Bild aus der Realität herausschneidest (der Ausschnitt), die Entscheidung, worauf du den Schärfe-Schwerpunkt legst (der Fokus) und der von dir gewählte Moment, wann du dein Bild machst (die Zeit). All diese Aspekte reflektieren im Bild schließlich das, worauf du als Fotograf geachtet hast und helfen dabei, ein Stück Plastik (oder Papier) in eine Fotografie zu verwandeln, in ein für die Augen des Betrachters verführerisches Produkt der Illusion oder sogar in einen Moment wahrer Schönheit. Das ist die geistige Ebene der Fotografie.